OPEN DOOR – TAGE IN KIERLING

Die nächsten OPEN DOOR-Termin im Studien- und Gedenkraum finden Sie HIER.           

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VERANSTALTUNGEN 2017

LITERATUR.GESCHICHTE

Samstag, 03.06.2017, ab 11:00 Uhr
Ort: Sanatorium Hoffmann, 3400 Kierling/Klosterneuburg, Hauptstraße 187

FRANZ KAFKA

Anlässlich des 93. Todestages Franz Kafkas ist der Studien- und Gedenkraum in seinem Sterbehaus, dem ehem. ›Sanatorium Hoffmann‹, ab 11 Uhr geöffnet.

Zum Ausklang rezitiert ab 17 Uhr Charlotte Spitzer die Erzählung »Der Hungerkünstler« von Franz Kafka.
Im gleichnamigen Erzählband nahm Kafka im Kierlinger Sanatorium noch am 2. Juni 1924 Korrekturen vor. Das Buch erschien schließlich wenige Montae nach seinem Tod.

EINTRITT FREI
Gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Literatur

©ÖFKG

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KAFKAS SUBVERSION DER MACHT

Ein Abend mit Vortrag und Lesung

19.Mai 2017, 18:30 Uhr

Ort:  Franz Kafka Studien- und Gedenkraum,     
        ehem. Sanatorium Hoffmann, Hauptstraße 187,     
        3400 Klosterneuburg/Kierling

Die Schilderung undurchschaubarer und unnahbarer Machtinstanzen in Verbindung mit dem hoffnungslosen Kampf des Individuums gegen diese, ist eines der zentralen Motive in Kafkas Werk. Immer ist Kafkas Perspektive die des gedemütigten Einzelnen, der aufbegehrt, oft naiv und selbstbewusst, immer aber aussichtslos.

Die vier Textbeispiele des Abends umkreisen dieses Thema und auch Kafkas subtil- ironische Subversion der Macht.

Einleitende Worte und Textauswahl: Alfred Schmidt
Lesung: Charlotte Spitzer

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©ÖFKG

KAFKA.WEGE: Wien

Sonntag, 26.03.2017

„Zwischen den Säulen der Vorhalle des Parlamentes. Warte auf meinen Direktor. Großer Regen. Vor mir Athene Parthenos mit Goldhelm.“*

Im Septemer 1913, anlässlich des II. Internationalen Kongresses für Rettungswesen und Unfallverhütung im Parlament reiste Franz Kafka nach Wien und nutzte, neben einem Ausflug in den Prater, auch die Gelegenheit auch für den Besuch des gleichzeitig stattfindenden XI. Zionistenkongresses im Wiener Musikverein.

Unser Spaziergang führt zu den zentralen Stationen jener Reise, die Kafka nur auf Geheiß seiner Vorgesetzten, deren Vorträge für den Kongress er geschrieben hatte, unternahm. Er besuchte während seines Aufenhaltes viele Orte, vor allem in der Wiener Innenstadt und traf auch eine Reihe von Bekannten. Neben Erzählungen zu den verschiedenen Orten soll der Autor auch selbst in Brief- und Postkarten-Zeugnissen aus jenen Tagen zu Wort kommen.

* Franz Kafka, Notizzettel vom 10.9.13, einem Brief an Felice Bauer vom 13.9.13 beigelegt (Briefe an Felice, Fischer TB Verlag, 2009, S.463).

 

Persönliche Anmeldung unbedingt erforderlich!
Anmeldefrist bis 15.03.2017 telefonisch unter: 01 533 81 59 oder per Email: info(at)franzkafka.at

Die Wanderung findet nur bei passender Witterung statt, die Teilnehmerzahl ist limitiert.
Treffpunkt und alle weiteren Details werden im Zuge der Anmeldung bekannt gegeben.

Gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Literatur

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©ÖFKG (mit Dank an Ziga Jereb)

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FRANZ KAFKA: Ein Landarzt und andere Texte aus dem Alchimistengässchen

Einladung zu einer Kafka-Lesung
am 9.2.17 um 18.30 Uhr 
im Franz Kafka Studien- und Gedenkraum,
Hauptstraße 187, 3400 Klosterneuburg/Kierling

Ende November 1916 bis April 1917 fand  Franz Kafka in dem  von seiner Schwester Ottla im Alchimistengässchen am Hradschin in Prag angemieteten Häuschen einen neuen inspirierenden Ort für sein abendliches Schreiben. Es entstand in dieser intensiven Arbeitsphase eine ganze Reihe faszinierender Texte, von denen ein Teil in den Erzählband "Ein Landarzt" (1920) aufgenommen wurde. Die Lesung umfasst sowohl Erzählungen aus dem Landarzt-Band selbst als auch andere Texte aus dem Nachlass, die in der selben Zeit entstanden sind.

Einleitende Worte: Alfred Schmidt
Lesung und Rezitation: Charlotte Spitzer
Textauswahl: Alfred Schmidt und Charlotte Spitzer

Im Anschluss an die Lesung gibt es die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen.

„Und ich ging in diesem Zustand in Ottlas Haus, das damals gerade fertig geworden war. Es hatte viele Mängel des Anfangs, ich habe nicht Zeit genug, um die Entwicklung zu erzählen. Heute entspricht es mir ganz und gar. In allem: der schöne Weg hinauf, die Stille dort, von einem Nachbar trennt mich nur eine sehr dünne Wand, aber der Nachbar ist still genug; ich trage mir das Abendessen hinauf und bin dort meistens bis Mitternacht; dann der Vorzug des Weges nach Hause: ich muß mich entschließen aufzuhören, ich habe dann den Weg, der mir den Kopf kühlt. Und das Leben dort: es ist etwas Besonderes, sein Haus zu haben, hinter der Welt die Tür nicht des Zimmers, nicht der Wohnung, sondern gleich des Hauses abzusperren; aus der Wohnungstür geradezu in den Schnee der stillen Gasse zu treten“.
(Aus einem Brief an Felice Bauer, Ende 1916, Anfang 1917 geschrieben – Franz Kafka: Briefe an Felice. Fischer TB Verlag, Frankfurt am Main, 11. Auflage, 2009, S.751)

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VERANSTALTUNGEN 2016

virtuelle KAFKA.WEGE

MÜRITZ

Montag, 12.12.2016, 19:00 Uhr
Ort: Österreichische Gesellschaft für Literatur, 1010 Wien, Herrengasse 5

Susanne Graf (Müritz/D) stellt Müritz vor, den in unmittelbarer Nähe zu Rostock gelegenen Badeort, an dem Franz Kafka im Sommer 1923 Dora Diamant kennenlernte. Auch Robert Musil, Erich Kästner und viele andere verbrachten in Müritz ihre Kuraufenthalte.
Im Gespräch mit Charlotte Spitzer rekonstruiert Susanne Graf mithilfe zahlreicher historischer Fotografien Kafkas Aufenthalt an der Ostsee und erzählt die Geschichte des Ortes.

Moderation und Gespräch: Manfred Müller
Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Österreichischen Franz Kafka Gesellschaft

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©ÖFKG
Haus Glückauf © Heimatmuseum Graal-Müritz
Haus Glückauf © Heimatmuseum Graal-Müritz
Seebad Müritz © Heimatmuseum Graal-Müritz

FRANZ KAFKA: In der Strafkolonie

Anlässlich des 100. Jahrestages von Kafkas Münchener Lesung aus diesem Text.
Es liest Charlotte Spitzer.

Buchcover der ersten Ausgabe

10. November 2016
Beginn: 19:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Franz Kafka Studien- und Gedenkraum
Ehem. Sanatorium Hoffmann
Hauptstraße 187
3412 Kierling/Klosterneuburg

U.A.w.g.: Tel. 01 5338159 / E-Mail: info@franzkafka.at

Galerie Hans Goltz 1912

Am 10. November 1916 trat Franz Kafka zum letzten Mal in seinem Leben öffentlich als Lesender auf. In der „Galerie Neue Kunst Hans Goltz“ in München las er zunächst Gedichte von Max Brod, dann aus der bis dahin noch unveröffentlichten Erzählung „In der Strafkolonie“.

Zum 100. Jahrestag dieser Lesung wird Charlotte Spitzer am 10. November 2016 um 19 Uhr im Studien- und Gedenkraum in Kierling den gesamten Text von „In der Strafkolonie“ lesen.

„Kafka saß auf einer Rampe am Vortragspult, schattenhaft, dunkelhaarig, bleich, eine Gestalt, die ihre Verlegenheit über die eigene Erscheinung nicht wirklich zu bannen wusste“. So erinnert sich der Schriftstelle Max Pulver an diesen Abend und auch daran, dass drei ohnmächtig gewordene Zuhörer aus dem Saal getragen werden mussten“
(aus: Franz Kafka: Eine Chronik, Berlin 1999, S. 137)

©ÖFKG

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LITERATUR.GESCHICHTE: FRANZ KAFKA

Mittwoch, 19.10.2016, 18:00 Uhr
Ort:
Österreichische Geselllschaft für Literatur, 1010 Wien, Herrengasse 5

Zwei wissenschaftliche Vorträge zu verschiedenen Facetten von Kafkas Werk.



Boris Blahak (Regensburg): Selbstdiagnose: ›multiple Exophonie‹. Facetten der sprachlichen Auffälligkeit Franz Kafkas im Kontext des Prager Multilingualismus



Gerhard Rieck (Wien): ›Kafkas Rätsel‹. 
Sind des Dichters Texte wirklich von unauflöslicher Rätselhaftigkeit oder liegt ihnen sehr wohl eine eindeutige und wichtige Botschaft zugrunde?



Moderation: Manfred Müller

Gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Literatur

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KAFKA WEGE

RUND UM DAS SANATORIUM HOFFMANN

11.09.2016, 11:00 Uhr

»Inzwischen ist das große Unternehmen gereift. Franz geht Samstag ins Sanatoryum. Es ist 25 Minuten von Wien. [...]
Es ist eine Waldgegend, liegt wunderbar. Ab sonnabend Adresse: Sanatoryum Dr Hoffmann. Klosterneuburg-Kierling.«
(Dora Diamant an Kafkas Eltern, 16.4.1924)


Diese literarische Wanderung in die Umgebung des Sanatoriums Hoffmann, in welchem Franz Kafka im Jahr 1924 seine letzten Lebenswochen verbrachte, führt uns von Kierling über Gugging zur Redlinger Hütte.

Veronika Seyr, Charlotte Spitzer und Manfred Müller begleiten die Wanderung, erzählen und lesen.


©Žiga Jereb, ÖFKG

Persönliche Anmeldung unbedingt erforderlich!
Anmeldefrist bis Mittwoch, 07.09.2016 – telefonisch: 01/5338159 oder per E-Mail: info(at)franzkafka.at

Die Teilnehmerzahl ist limitiert. Der Treffpunkt und alle weiteren Details werden im Zuge der Anmeldung bekannt gegeben.

Gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Literatur


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KAFKA WEGE

»Hinauf durch die steinerne Gasse, zurück durch die Allee in der Abendsonne«
Auf den Spuren von Franz Kafka und Milena Jesenská im Wienerwald

03.07.2016

© aus Hartmut Binder: »Kafkas Wien. Portrait einer schwierigen Beziehung«/Vitalis-Verlag

In Anlehnung an die Forschungen Hartmut Binders (»Kafkas Wien. Portrait einer schwierigen Beziehung«/Vitalis-Verlag) begeben wir uns, im Rahmen einer literarischen Wanderung, an Franz Kafkas 133. Geburtstag auf die Spuren eines Ausflugs, den Kafka Anfang Juli 1920 gemeinsam mit Milena Jesenská unternahm – von Neuwaldegg über die ›Waldandacht‹ zum ›Häuserl am Roan‹, weiter zum ›Hameau‹ und über den Schwarzenbergpark wieder zurück                 

Alle Details dazu finden Sie hier.

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Impressionen der literarischen Wanderung auf den Spuren von Milena Jesenská und Franz Kafka



© ÖFKG

92. TODESTAG FRANZ KAFKAS

03.06.2016

Ort: Ehem. Sanatorium Hoffmann, 3400 Klosterneuburg–Kierling, Hauptstraße 187

OPEN DOOR ab 10:00 Uhr
LESUNG: 18:00 Uhr

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.

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© ÖFKG

literarische KAFKA.LEKTÜREN

18.05.2016, 19:00 Uhr

Ort: Essl Museum, 3400 Klosterneuburg, An der Donau–Au 1

8. Abend: FRANZ SCHUH

Weitere Informationen finden Sie hier.

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© ÖFKG

literarische KAFKA.LEKTÜREN

7. ABEND: JOSEF WINKLER

Mittwoch, 06.04.2016, 19:00 Uhr
Ort: Veranstaltungsort: Essl Museum, 3400 Klosterneuburg, An der Donau-Au 1

Josef Winkler liest und kommentiert Passagen aus Texten Franz Kafkas und spricht über Kafkas Bedeutung für seine eigene literarische Arbeit. Das Publikum ist ausdrücklich eingeladen, sich am Gespräch zu beteiligen.



Moderation: Manfred Müller



Eine Veranstaltung der Österreichischen Franz Kafka Gesellschaft im Rahmen der Reihe ›Stimmen hören. Musik und Literatur im Essl Museum‹.

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©ÖFKG

literarische KAFKA-LEKTÜREN

Mittwoch, 13.01.2016, 18:30 Uhr
Veranstaltungsort:
Essl Museum, 3400 Klosterneuburg,
                                An der Donau-Au 1

6. ABEND:

»ICH GEHE DANN WIE AUF WELLEN ...«
Ein Kafka-Abend mit improvisatorischem Tanz

mit Žiga Jereb (Tanz), Daniela Gruninger (Tanz) und Charlotte Spitzer (Rezitation)

»...nehmen Sie den Dank für die Stunden des Herzklopfens, der Freude, der Ehrfurcht« schreibt Franz Kafka am 5. Oktober 1921 an den Rezitator Ludwig Hardt, welcher zuvor Kafka-Erzählungen im Beisein des Autors öffentlich rezitiert hatte.

Angesprochen von verschiedenen Texten Franz Kafkas haben wir begonnen uns mit den Echoräumen und Heterotopien (›Gegenorten‹), die Kafkas Sprache entstehen lässt, auseinanderzusetzen. Vom stillen Lesen her war der nächste Schritt zum Verlautbaren des Textes und schließlich zum In-sich-Nehmen der Worte. Die Sprache geht in den Körper, wird angeeignet, einverleibt und Kafkas Worte verlebendigen sich, wenn sie frei gesprochen im Raum erklingen. In diesem Geschehen des rezitierten Wortes, von Stimme, Dynamik, Modulation und Emphase erklingt eine ganze Welt, deren Sprache nicht mehr allein Sprache als Benennung, sondern Sprache des Wesens wird und den Körper ins tanzende Denken finden lässt. Bewegung und Wort und finden in eine tiefergehende, allumfassende Erkenntnis, wir ahnen einen Urgrund, aus dem die Worte sprechen und die Bewegung entsteht. Kausalketten verschwimmen, und die chronologische Zeit löst sich auf, Text und Tanz kommen für kostbare Augenblicke aus derselben Quelle, erscheinen, vergehen, 
s i n d ...und Kafka tanzt.

»...bis man die Sporen ließ, denn es gab keine Sporen, bis man die Zügel wegwarf, denn es gab keine Zügel, und kaum das Land vor sich als glatt gemähte Heide sah, schon ohne Pferdehals und Pferdekopf«                    
(aus Franz Kafka: ›Wunsch, Indianer zu werden‹)

Im Anschluss gibt es die Möglichkeit mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen.

Eine Auswahl aus folgenden Texten wird zu hören sein:

Nachts
Unglücklichsein
Vor dem Gesetz
Der Kaufmann
Auf der Galerie
Der Kübelreiter
Wunsch, ein Indianer zu werden
Die Abweisung
Fürsprecher
Herrlichkeit des Lebens (Tagebücher)
Er erinnerte sich an ein Bild (Tagebücher)
Das Schwert (Tagebücher)
Prometheus
Der Ritt der Träume

Eine Veranstaltung der Österreichischen Franz Kafka Gesellschaft im Rahmen der Reihe ›Stimmen hören. Musik und Literatur im Essl Museum‹

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Impressionen der Veranstaltung:


©ÖFKG

Die Österreichische Franz Kafka Gesellschaft

ist eine der ältesten Kafka-Gesellschaft der Welt und blickt auf eine lange Tradition zurück: Jahrelang war sie Veranstalterin der Klosterneuburger Kafka-Symposien, der von ihr vergebene Franz Kafka-Preis zählte zu den am höchsten dotierten und angesehensten Literaturpreisen des Landes. Preisträgerinnen und Preisträgern waren unter anderen Elias Canetti, Libuse Monikova, Peter Handke, Ilse Aichinger, Stanislaw Lem, Christoph Ransmayr, Slawomir Mrozek oder Herta Müller.  

Im Frühjahr 2012 hat sich die Gesellschaft neu konstituiert. Diese Website, auf der Sie schon jetzt zahlreiches Wissenswerte finden, wird in Hinkunft zugleich als Informationsplattform und Archiv fungieren.

Gefördert durch das Land Niederösterreich