Die Preisträger
Josef Winkler
Den mit 10.000 Euro dotierten Österreichischen Franz Kafka-Preis erhält der Kärntner Autor Josef Winkler, geb. 1953 in Kamering, der u.a. bereits mit dem Österreichischen Staatspreis für Literatur (2007) und dem Georg Büchner-Preis (2008) ausgezeichnet wurde. Dieser
setzte sich bereits in seinem Roman »Der Ackermann aus Kärnten« (1980), aber auch in späteren Essays, intensiv mit Franz Kafka auseinander und benennt diesen als einen für sein Schaffen relevanten Schriftsteller. Winklers Werk steht für Literatur höchsten ästhetischen Anspruchs.
Begründung der Jury
Radka Denemarková
Den mit 5.000 Euro dotierten Odradek – Buchpreis zum Österreichischen Franz Kafka-Preis erhält die tschechische Autorin Radka Denemarková, geb. 1968 in Kutná Hora, für ihren Roman »Stunden aus Blei« (Hoffmann & Campe, 2022). Denn, so die Jurybegründung:
›Wir brauchen aber die Bücher, die auf uns wirken wie ein Unglück, das uns sehr schmerzt…‹ Diese Aufforderung Kafkas trifft für Denemarkovás Stunden aus Blei zu. Der philosophisch geprägte Essayroman (Konfuzius tritt in einen Dialog mit Havel) zeigt eine Gesellschaft, die sich nur über das Geld definiert, am Rande des Abgrunds.
Begründung der Jury
Der Wahl der Preisträgerin des Odradek liegt eine vom Beirat der ÖFKG erstellte Shortlist zugrunde. Nominiert wurden neben Radka Denemarková folgende Autor*innen:
Daniel Kehlmann: Drehbuch zur TV-Serie »Kafka« (Drehbuch, 2024);
Nicolas Mahler: »Komplett Kafka« (Graphic Novel, 2023)
Ana Marwan: »Verpuppt« (Roman, 2023)
