Die Österreichische Franz Kafka Gesellschaft
Die 1979 gegründete Österreichische Franz Kafka Gesellschaft widmet sich der Erforschung, Verbreitung und Rezeption des Werkes von Franz Kafka und betreibt den Kafka Studien- und Gedenkraum in Kafkas Sterbehaus (Adresse Kierlinger Hauptstraße 71, heute 187) in Kierling in Klosterneuburg. Dort hat die Gesellschaft auch ihren Sitz.
Außerdem war die Österreichische Franz Kafka Gesellschaft an der Errichtung eines Kafka-Denkmals vor der Kirche in Kierling beteiligt (1979).
Im Rahmen des Symposiums »Kunst und Prophetie“«wurde 1979 die Gründungsanzeige der Österreichischen Franz Kafka Gesellschaft aufgegeben. Ihr erster Präsident war Wolfgang Kraus, 1999 folgte der bekannte Wiener Germanist Wendelin Schmidt-Dengler, 2008 der tschechische Schriftsteller und Diplomat Jiří Gruša.
Norbert Winkler war der langjährige Generalsekretär der Franz Kafka Gesellschaft, Organisator der Klosterneuburger Kafka-Symposien, sowie Betreuer und Gestalter des ersten Kafka-Gedenkraumes in Kierling (1983 bis 2014).
Nach Jiří Grušas Tod im Jahr 2011 fand Anfang 2012 mit dem neuen Präsidenten Manfred Müller eine Neuausrichtung des Vereins statt.
Die Gesellschaft ist ein Verein mit zahlenden Mitgliedern, zudem erhält der Verein Mittel von der Stadt Klosterneuburg, vom Land Niederösterreich und von privaten Unterstützern.
Der Verein ist veranstalterisch sowohl in Klosterneuburg als auch im nahegelegenen Wien aktiv, zumeist in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Literatur, mit der eine enge Verbindung besteht. Im Gedenkjahr zum 100. Todestag von Kafka im Jahr 2024 fanden zahlreiche Veranstaltungen statt. Es entstand auch der Podcast Kafkas letzte Tage.
