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September 19
Fr.
19:00
»Brücke dreht sich um...«
Das Kunstprojekt wagt ein Experiment: Was passiert mit unseren Körpern, wenn wir uns auf Kafkas Sprache und Text ganz einlassen? Wie sprechen seine Texte aus uns und wie bewegen sie uns? Inspiriert von der Wertschätzung Kafkas für die Rezitation seiner Texte möchten wir durch die Kombination von freiem Sprechen und damit kommunizierender Bewegung seine Sprache auf besondere, nacherlebbare Weise den Menschen nahe bringen. So kann sich vielleicht für den einzelnen über die universale und im Grunde archaische Ausdrucksform des Tanzes ein neuer Zugang zur Literatur eröffnen. Kafkas Worte verlebendigen sich, wenn sie frei gesprochen im Raum erklingen und bieten einen Impuls, der die Bewegung anstößt. Tänzer und Rezitatorin verarbeiten improvisatorisch die Begegnung mit dem Text, die Literatur wird so zur sinnlich erlebbaren Gestalt aus Körper, Bewegung und Klang.
Žiga Jereb und Charlotte Aigner
Ticket: EUR 8,–/Erw. | Freier Eintritt bis zum vollendeten 27. Lebensjahr
Beschränkte Teilnehmerzahl, bitte um Anmeldung:
T: +43/2243/411-200 oder E-Mail: bibliothek(at)stift-klosterneuburg.at
September 19
Do.
19:00
»Handbuch der deutschen Literatur Prags und der Böhmischen Länder«
»Handbuch der deutschen Literatur Prags und der Böhmischen Länder« (J.B. Metzler / Hsg. Peter Becher, Steffen Höhne, Jörg Krappmann, Manfred Weinberg)
Das Handbuch verortet zum ersten Mal die Literatur dieser Region im komplexen Wirkungs- und Spannungsfeld von deutscher, jüdischer, tschechischer und österreichischer Literatur und Kultur. Die Herausgeber sprechen über seine Entstehung, Konzeption und neue Entdeckungen.
Im Anschluss liest Jaroslav Rudiš seinen Handbuch-Beitrag über die zeitgenössischen Nachwirkungen der einstigen Mehrsprachigkeit sowie Passagen aus seinem letzten Roman »Winterbergs letzte Reise« (Luchterhand).
Moderation: Manfred Müller
Gemeinsam mit der Österreichischen Franz Kafka Gesellschaft und dem Adalbert Stifter-Verein/München
September 19
So.
10:30
» ... etwas zähes Judentum ist noch in mir, nur hilft es meistens auf der Gegenseite.«
Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, im Judentum einen der bestimmenden Bezugspunkte in Franz Kafkas Schreiben – und Leben – zu sehen. Für Walter Benjamin waren die jüdisch-kabbalistische Tradition einerseits, die Erfahrung des entfremdeten modernen Großstadtmenschen andererseits, die beiden weit von einander entfernten Brennpunkte, um die Kafkas Schreiben sich bewegt. Doch war jenes „zähe Judentum“, das er selbst noch in sich spürte, ein vielfach gebrochenes. Denn schon für die Vätergeneration, Angehörige des zu Wohlstand gelangten deutschsprachigen Prager Bürgertums, war die eigene Tradition bereits zu einem äußerlichen Festhalten an sinnentleerten, mitunter bis zu grotesken Komik sich steigernden religiösen Gebräuchen verkommen. – Kafkas persönliches Ringen um ein erneuertes, authentisches Verhältnis zum Judentum äußert sich in vielen biographischen Details, wie etwa seinem wachen Interesse an der zionistischen Bewegung. Viel schwieriger ist es allerdings den Einfluss des Judentums auf Kafkas literarisches Schaffen zu bestimmen, wo das Thema kaum ja explizit auftaucht, und doch in so vielen Texten ungreifbar gegenwärtig zu sein scheint.
Die Lesung versucht sowohl den biographischen als auch den literarischen Zeugnissen von Kafkas vielschichtigem Verhältnis zum Judentum nachzugehen.
Einführende Worte: Alfred Schmidt
Lesung: Charlotte Aigner
Juni 19
Mi.
19:00
Marjana Gaponenko
12. Abend der literarischen KAFKA.LEKTÜREN mit Marjana Gaponenko
Marjana Gaponenko liest aus und spricht zu Franz Kafka: »Das Schloss«
Autorinnen und Autoren lesen und kommentieren kurze, selbstgewählte Passagen aus Texten Franz Kafkas und sprechen über Kafkas Bedeutung für ihre eigene literarische Arbeit.
Moderation und Gespräch: Manfred Müller
Österreichischen Franz Kafka Gesellschaft gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Literatur und dem Stift Klosterneuburg
Achtung: In der Stiftsbibliothek ist es aus konservatorischen Gründen auch im Frühjahr und Sommer kühl.
Juni 19
Do.
19:00
Kübelreiter
Das Kunstprojekt wagt ein Experiment: Was passiert mit unseren Körpern, wenn wir uns auf Kafkas Sprache und Text ganz einlassen? Wie sprechen seine Texte aus uns und wie bewegen sie uns? Inspiriert von der Wertschätzung Kafkas für die Rezitation seiner Texte möchten wir durch die Kombination von freiem Sprechen und damit kommunizierender Bewegung seine Sprache auf besondere, nacherlebbare Weise den Menschen nahe bringen. So kann sich vielleicht für den einzelnen über die universale und im Grunde archaische Ausdrucksform des Tanzes ein neuer Zugang zur Literatur eröffnen. Kafkas Worte verlebendigen sich, wenn sie frei gesprochen im Raum erklingen und bieten einen Impuls, der die Bewegung anstößt. Tänzer und Rezitatorin verarbeiten improvisatorisch die Begegnung mit dem Text, die Literatur wird so zur sinnlich erlebbaren Gestalt aus Körper, Bewegung und Klang.
Mit Žiga Jereb und Charlotte Aigner
Gast: Sakher Almonem
Beschränkte Teilnehmerzahl, bitte um Anmeldung unter: +43/2243/411-200 oder bibliothek@stift-klosterneuburg.at
Eintritt EUR 8,00
Freier Eintritt bis zum vollendeten 27. Lebensjahr
Juni 19
Mo.
11:00
95. Todestag Franz Kafkas
FRANZ KAFKA
Anlässlich des 95. Todestages Franz Kafkas ist der Studien- und Gedenkraum in seinem Sterbehaus, dem ehem. Sanatorium Dr. Hoffmann in Kierling, ab 11 Uhr geöffnet. Am Abend findet eine öffentliche Lesung statt:
18:00 Uhr
»DER GRÜNE DRACHE, GUT IM SAFT ...«
Texte zu Franz Kafkas absurdem Humor.
Die Lesung stellt Texte und Fragmente aus Kafkas Oktavhaften und Tagebüchern, die seinen Sinn für das Absurde in besonderer Weise dokumentieren, ins Zentrum.
Einleitende Worte: Alfred Schmidt
Lesung: Charlotte Spitzer
Gemeinsam mit der Österreichischen Franz Kafka Gesellschaft
Mai 19
Mi.
19:00
Radek Knapp
11. Abend der literarischen KAFKA.LEKTÜREN mit Radek Kanpp
Autorinnen und Autoren lesen und kommentieren kurze, selbstgewählte Passagen aus Texten Franz Kafkas und sprechen über Kafkas Bedeutung für ihre eigene literarische Arbeit.
Radek Knapp im Gespräch mit Manfred Müller
Gemeinsam mit der Österreichischen Franz Kafka Gesellschaft und dem Stift Klosterneuburg
Achtung: In der Stiftsbibliothek ist es aus konservatorischen Gründen auch im Frühjahr und Sommer kühl.
April 19
Sa.
11:00
Kierling & Gugging Kultur Kulinarik Tage
Vom 11. – 14. April 2019 finden zum zweiten Mal die Kultur Kulinarik Tage statt. Was letztes Jahr so erfolgreich in Kierling begann, wird heuer mit Gugging erweitert.
Die Franz Kafka Gesellschaft beteiligt sich auch heuer, am Samstag, dem 13.04.2019, mit 4 Sonderführungen (um 11 Uhr, 12 Uhr, 13 Uhr und 14 Uhr) am Programm.
Programmübersicht hier
April 19
Mo.
19:00
Franz Kafka und Russland
Michail Rudnitskiy: Franz Kafka in der Sowjetunion, in Russland – und in meinem Leben
Einer der führenden Kafka-Übersetzer spricht über seine jahrzehntelange Beschäftigung mit Kafkas Werk.
Im Anschluss unterhält er sich mit Michael Rohrwasser über die komplexe Rezeptionsgeschichte des Prager Schriftstellers seit den Zeiten der Sowjetunion und über dessen gegenwärtige Bedeutung in Russland.
Moderation: Manfred Müller
Gemeinsam mit der Österreichischen Franz Kafka Gesellschaft, in Zusammenarbeit mit der IG Übersetzerinnen Übersetzer
Achtung: Krankheitsbedingt muss die Veranstaltung abgesagt werden und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.
März 19
Fr.
20:00
Kafka tanzt
mit Žiga Jereb & Charlotte Spitzer
(Programm hier)
Eine Veranstaltung der Kulturvisionen Brunnenthal
